Wie gefährlich sind Weintrauben für den Hund?

Hunde fressen vieles von dem gerne, was sie sich vom Tisch des Halters ergaunern können. Auch beim Spaziergang finden die Gefährten so manche Nahrungsquelle, die als Snack für Zwischendurch äußerst schmackhaft sind. Dabei hält sich die Aussage, Weintrauben wären für den Hund giftig, als Mythos hartnäckig fest. Aber gerade ab dem späten Sommer bis weit in den Herbst sind häufig Weintrauben zu finden. Doch wie gefährlich sind die Weintrauben für den Hund tatsächlich?

Eine britische Studie zeigt wann Weintraumen für Hunde giftig sind

Die britische Giftzentrale für Veterinärmedizin mit Sitz in London hat eine Studie durchgeführt. Der ursprüngliche Sinn war es zu ermitteln, ab welcher Menge die Weintrauben für den Hund giftig sind. Gleichzeitig sollten effektive Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden. Daten von 169 Hunden wurden hierfür ausgewertet. Für den Test aßen die Vierbeiner knapp 2 kg Weintrauben. Das Ergebnis: Über 100 Hunde hatten keinerlei Symptome. Lediglich 68 zeigten Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Apathie und akutes Nierenversagen. Weit über die Hälfte erholte sich wieder, lediglich für 11 Hunde starben. Aus den Daten konnte auch entnommen werden, dass das Alter und die Rasse keine Rolle beim Verzehr von Weintrauben einnehmen, sondern sich innerhalb der Hundepopulation unterschiedlich verhält.

Symptomatik – Der Hund und die Weintrauben

Die britische Studie zeigt, dass durch Weintrauben verhältnismäßig wenig Hunde vergiftet werden. Bei manchen Hunden reichen bereits 10g Weinbeeren pro Kilogramm Körpergewicht, andere haben trotz kiloweisem Verzehr keinerlei Nebenwirkungen. Fachkreise nehmen eine individuelle Prädisposition an.

Reagiert der Hund mit einer Vergiftung auf Weintrauben, erscheinen unterschiedliche Symptome. Das kann neben Bauchschmerzen Erbrechen und Durchfall sein. Zusätzlich folgt mangelnder Appetit. Auch am Harn ist die Vergiftung ersichtlich. Der Harn bleibt weg oder ist auffällig verändert. Manche Vierbeiner wirken im Verhalten völlig lethargisch.

Bei den meisten Hunden mit Vergiftungen durch Weintrauben klingen die Symptome bereits nach wenigen Tagen wieder ab. Im schlimmsten Fall führt es jedoch Nierenversagen. Daher ist es ratsam, bei Verdacht auf eine Weintraubenvergiftung unverzüglich den Tierarzt des Vertrauens aufzusuchen. Dieser kann anhand eines Bluttestes für Gewissheit sorgen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten.

Die Ursache der Vergiftung

Ursächlich für die Vergiftung ist ein Stoff in der Weinsäure. Allerdings ist noch unklar, um welchen Bestandteil es sich genau handelt.

Wie gefährlich sind nun Weintrauben für den Hund?

Wie gefährlich sind Weintrauben für den Hund?

Wie gefährlich sind Weintrauben für den Hund?

Zusammenfassend lässt sich folgendes äußern: Weintrauben sind äußerst Vorsichtig zu genießen. Besonders, wenn Hund und Halter erst seit kurzer Zeit zusammen sind. Verspeist der Hund das erste Mal im Beisein des Halters Weintrauben, sollte dieser gut beobachtet werden. Die toxische Vergiftung zeigt sich innerhalb der ersten 24 Stunden. Verstreicht die Zeit ohne Nebenwirkungen sind die Weintrauben für den Hund ungefährlich.