Wichtige und gute Öle für den Hund

Damit der Hund alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen kann, werden Öle benötigt. Diese spalten die fettlöslichen Vitamine in ihre Bestandteile auf und transportieren sie an ihr Ziel. Zusätzlich sind Omega-3-Fettsäuren vorhanden, die für die Gesundheit des Hundes enorm wichtig sind. Zahlreiche Hersteller bieten die wichtigen Öle bereits in ihren Nahrungsmenüs an. Allerdings gibt es auch zahlreiche Hersteller, die darauf verzichten. Zusätzlich gibt es zahlreiche Hundehalter, die die Futterpläne für ihre Begleiter selbst erstellen. Auf dem Markt sind jedoch zahlreiche Öle vorhanden. Für den Hundehalter ist es schwer, den Überblick zu behalten, welche Öle für den Hund wichtig und gut sind.

Kaltgepresste Öle mit Wirkung

Damit der Organismus des Hundes optimal funktioniert werden Fettsäuren benötigt. Eine wichtige Rolle spielt die ungesättigte Variante. Der Körper ist allerdings nicht in der Lage, diese alleine zu produzieren. Daher müssen die ungesättigten Fettsäuren über die Ernährung aufgenommen werden.

Ungesättigte Fettsäuren stärken das Immunsystem, die körperliche Widerstandskraft. Gleichzeitig tragen sie bei zu einem optimalen Zellenaufbau bei. Die Gehirnentwicklung, das Sehvermögen, das Fell und die Haut profitieren ganz nebenbei von dem kaltgepressten Öl.

Wichtig ist, dass es sich bei den Ölen um kaltgepresste Auszüge handelt. Durch die Wärmbehandlung werden dringend benötigte Fettsäuren zerstört und somit im Öl nicht mehr vorhanden.

Welche Öle sind am geeignetsten?

Es gibt zahlreiche Ölsorten von denen der Hund profitieren kann. Am bekanntesten und am gängigsten Erhältlich ist das Olivenöl. Es ist in nahezu jedem Geschäft zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es sich um natives Olivenöl handelt. Nur diese bestehen aus dem wichtigen Kaltauszug.

Lachsöl hat ebenfalls seine Vorzüge. Neben den wichtigen Omega-3-Fettsäuren enthält es auch die Alpha-Linolsäure. Deshalb ist das Lachsöl auch bei Ekzemen, Juckreiz und schuppiger Haut sehr empfehlenswert.

Aus der Leinpflanze wird das Hanföl gewonnen. Im frischgepresstem Zustand hat es ein optimales Verhältnis zwischen den Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Hilfreich ist es auch bei Verstopfungen und Problemen mit dem Magen-Darm-Bereich.

Die richtige Dosierung

Das beste Öl bringt nichts, wenn nicht auf die Dosierung geachtet wird. Zu wenig Öl hat keine nennenswerte Leistung, zu viel sorgt für Probleme mit Gewicht und der Gesundheit im Allgemeinen.

Bei kleineren bis mittelgroßen Hunde reicht bereits ein halber Teelöffel Öl am Tag völlig aus. Handelt es sich um einen größeren Hund gilt die Regel pro 10kg Körpergewicht einen halben Teelöffel Öl. Eine Extrazugabe ist nicht notwendig, denn viel hilft nicht automatisch viel.

Wie das Öl verabreicht wird ist von dem Hund selbst abhängig. Manche schlecken den Löffel direkt ab. Andere ziehen es vor, das Öl mit der Nahrung aufzunehmen.

Öle im Hundefutter

Wichtige und gute Öle für den Hund

Wichtige und gute Öle für den Hund

Zahlreiche Hersteller von Hundenahrung bieten nach eigener Aussage Nahrung mit wichtigen Ölen an. Es ist allerdings nicht einfach zu erkennen, ob dies auch so stimmt. Wichtig ist es auf die Deklaration der Inhaltsliste zu achten. Wird dort gutes und wichtiges Öl aufgeführt, ist auch auf jeden Fall davon etwas enthalten. Steht lediglich „Öle und Fette“ handelt es sich meist nur „schlechte“ Fette, die zum Beispiel zum Frittieren verwendet worden sind.

Wann müssen Öle zugefüttert werden?

Eine pauschale Antwort lässt sich nicht auf Anhieb geben. Denn es ist von zwei wesentlichen Faktoren abhängig. Zum einen, ob der Hund sein Futter aus dem Handel bezieht, oder ob der Halter die Nahrung selbst herstellt.

Bei üblichem Handelsfutter muss die Deklaration genau gelesen werden. Aufschluss geben die Zutatenlisten und Nährstoffangaben. Normalerweise werden bereits bei der Herstellung gute Öle beigemischt. Jedoch nicht grundsätzlich, da es keine rechtliche Pflicht dafür gibt. Wer sich nicht sicher ist, ob die angegebene Menge an Fettsäuren für den Hund ausreicht, sollte sich mit einem Tierarzt beratschlagen.

Stellt der Hundehalter die Nahrung selbst her, müssen Öle in unterschiedlicher Menge zusätzlich verwendet werden. Beim barfen bzw. selbst kochen werden unterschiedliche Zutaten verwendet. Je nach Produkt können schon verschiedene gute Fette vorhanden sein, so zum Beispiel in Fisch. Bei der eigenständigen Zubereitung ist es zusätzlich wichtig gute Öle zu verwenden. Viele Obst- und Gemüsesorten lassen sich nur in Verbindung mit Fettsäuren effektiv in ihre Nährstoffbestandteile spalten. Sinnvollerweise werden die Öle unter püriertes Obst oder Gemüse gemischt.

Was sind überhaupt Fettsäuren?

Normalerweise werden Öle mit Fetten gleichgesetzt und sind damit für viele grundsätzlich böse. Das stimmt nur bedingt. Die Menge nimmt großen Einfluss in beide Richtungen. Denn es gibt die Guten und die Bösen unter den Ölen. Das gilt für Mensch und Hund gleichermaßen. Um verstehen zu können, warum manche Öle zu den Guten gehören, muss verstanden werden was Fettsäuren überhaupt sind.

Grob lassen sich Fettsäuren als biochemische Verbindungen einer Kohlenwasserstoffkette bezeichnen. Der Zusammenschluss mit Stoffen aus der Carboxygruppe (COOH) entsteht der typische organische Säurecharakter. Dabei besteht eine Kette aus sogenannten Atomen, die durch ihre Anordnung die Eigenschaften der Fettsäuren bestimmen.

Im Zusammenhang mit Ölen und Fettsäuren treten daher unterschiedliche Begriffe auf. Um dem Hund nur Gutes zu tun, sollten die Unterschiede klar sein. Positiver Nebeneffekt: Die Gesundheit des Halters profitiert von dem Wissen gleichermaßen.

Gesättigte Fettsäuren sind in allen Fettarten vorhanden. Hohe Konzentrationen befinden sich allerdings in tierischen Fetten wie Butter, Schmalz und Fleisch. Sogar in Kokosfett. Die Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel sind enorm, denn das böse LDL-Cholesterin steigt.

Einfache ungesättigte Fettsäuren haben ihre Vorteile. Ihr Hauptvorkommen befindet sich in Pflanzenfetten und sind in der Lage, Risiken für koronare Herzerkrankungen zu senken. Doch Vorsicht, wenn es sich um ungesättigte Transfette handelt. Transfette entstehen bei Pflanzenöle die gehärtet oder auf über 200 Grad (z.B. beim braten) erhitzt wurden. Sie beeinflussen den Cholesterinspiegel negativ.

Omega-6-Fettsäuren gehört wie die Omega-3-Fettsäure und Linolsäure zu den essenziellen Fettsäuren. Essenziell daher, da der Körper diese Fette unbedingt benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Ihre Aufgabe ist es, das Blutfett und den Cholesterinspiegel zu senken. Gleichzeitig sind sie Helfer beim Aufbau von Zellwänden. Als ob das nicht reicht, senken die Omega-Fettsäuren die Thrombosegefahr, regulieren die Blutgerinnung und wirken gegen Entzündungen. Mit hohen Konzentrationen von bis zu 70% kommen Linolsäure und Omega-6-Fettsäuren in Sojaöl, Maiskeimöl, Leinöl, Hanföl und Olivenöl vor. Je nach gewähltem Öl können noch weitere positive Eigenschaften hinzukommen. Übrigens: Omega-3-Fettsäuren kommen hauptsächlich in fetten Fischsorten vor. Wer seinem Hund keinen Fisch zum füttern geben mag, kann auch Fischöl verwenden.