Trocken- und Nassfutter: Pro und Contra

Hundehalter haben heute eine riesige Produktvielfalt an Hundefutter vor sich. Da fällt die Wahl nicht leicht. Beim Kauf sollte auf so einiges geachtet werden. Hundefutter muss artgerecht und gesund sein. Das bedeutet, es muss einen hohen Fleischanteil beinhalten, sollte auf Getreide und synthetische Stoffe verzichten und den Bedürfnissen des Tieres entsprechen. Betreffend der Inhaltsstoffe ist wohl soweit alles klar. Doch wie sieht es mit der Konsistenz aus? Welches Hundefutter ist für den Hund besser geeignet – Trocken- oder Nassfutter? Die Antwort ist nicht ganz einfach! Futtermittelproduzenten bieten heute sehr hochwertige Futtersorten an. Je nach Wunsch kann man sich zwischen Trocken- und Nassfuttersorten entscheiden. Kurz gesagt bleibt es dem Geschmack von Hund und Halter überlassen, zu welchem Futter man greift, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Entstehung von Hundefutter

Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert brachte eine neuartige Sicht auf den Hund mit sich. Er wurde zum Luxusgut. Die Tiermedizin entwickelte sich und auch die Tierfutterindustrie sprang auf diesen Zug auf und startete die Produktion von speziellem Hundefutter. Zu Beginn bestand das industrielle Futter aus Fleischresten, Rinderblut, Weizen, Rüben und Gemüse. Das erste Futter war Trockenfutter – die sogenannten Hundekuchen. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann die ersten Hundefutter-Dosen mit Pferdefleisch auf den Markt. Das Pferd wurde durch das Automobil ersetzt und hatte ausgedient. Pferdefleisch war daher billig. Die Dosen entwickelten sich zu einem regelrechten Trend, bis der Zweite Weltkrieg kam. Aluminium war teuer und es mussten Alternativen gesucht werden. Das heutige Trockenfutter entstand.

Beide Sorten haben ihre Berechtigung

Heute existieren beide Varianten nebeneinander und gutes und artgerechtes Futter wird mit hochwertigen Zutaten hergestellt. Dabei hat das Trockenfutter sicherlich einige Vorteile. Es ist in Säcken verpackt und damit leicht zu transportieren und auch die Lagerung ist einfach. Spezielle Futtertrommeln erleichtern die Aufbewahrung. Beim Trockenfutter fällt relativ wenig Müll an. Gerne wird von den Futtermittelproduzenten recyclingfähiges Material verwendet. Auch Papier wird hier oft gesehen. Gerade wenn der Hund mitfährt auf Ausflüge oder in den Urlaub, ist der Transport von dieser Art Hundefutter besonders einfach. Im Gegensatz dazu ist der Transport von Dosenfutter mühsam und die Dosen sind schwer und sperrig. Bei der Dosenfütterung fällt jede Menge Alu-Müll an, der gesondert entsorgt werden muss. Auch bei der Lagerung muss relativ viel Platz für die Dosen eingeplant werden.

Trockenfutter kann leicht dosiert werden

Bei der Fütterung ist die Dosierung von Trockenfutter äußerst sauber und einfach. Zumeist gibt es im Handel für die einzelnen Sorten spezielle Dosierbecher, die die Menge für den Hund genau vorgeben. Die Dosierung von Nassfutter ist hier schon eher Gefühlssache. Dazu wird Besteck gebraucht, um das Futter aus der Dose zu bekommen. Wird nicht die gesamte Dose auf einmal verwendet, muss diese wieder verschlossen werden. Dazu benötigt man einen speziellen Deckel oder zumindest Alufolie. Danach muss die Dose bis zum endgültigen Verbrauch kühl gelagert werden. Das Futter muss dann aber rechtzeitig vor der Fütterung wieder auf Zimmertemperatur erwärmt werden, damit der Hund es gut verträgt. Auch beim Fressen selbst ist das Trockenfutter deutlich sauberer. Gerade langhaarige Hunde, die keine besonders guten „Tischmanieren“ haben, können mit Nassfutter eine ordentliche „Schweinerei“ rund um den Futternapf anrichten. In dieser Hinsicht punktet also auch das Trockenfutter.

Hunde lieben Nassfutter

Ganz anders sieht es aber bei den Vorlieben des Hundes aus. Denn Hunde lieben in den meisten Fällen Nassfutter, während das Trockenfutter auch gerne mal verschmäht wird. Der Grund dafür ist einfach. Nassfutter entspricht von der Konsistenz viel eher dem natürlichen Futter eines Hundes. Es riecht für ihn besser, es ist leichter zu fressen und schmeckt daher zumeist einfach besser. Gerade wenn ein Hund krank ist, Probleme mit den Zähnen hat oder älter wird, ist Nassfutter viel besser für ihn geeignet. Darüber hinaus enthält Nassfutter, wie der Name sagt, einen hohen Anteil an Wasser. Dieses Wasser entzieht der Hundekörper aus dem Nahrungsbrei. Es sorgt für eine geregelte Verdauung. Tiere, die zum ersten Mal Trockenfutter erhalten, entwickeln nicht selten Verstopfung, bis sich die Verdauung an das Futter gewöhnt. Zudem ist es gerade für Tiere, die nicht gerne oder zu wenig trinken, deutlich gesünder, wenn sie zusätzliche Flüssigkeit durch das Futter erhalten.

Nassfutter ist bei Übergewicht ideal

Trocken- oder Nassfutter Pro und Contra

Trocken- oder Nassfutter Pro und Contra

Ein weiterer positiver Aspekt von Nassfutter kommt bei Übergewicht ins Spiel. Bringt ein Hund zu viel Gewicht auf die Waage, muss er abspecken. Dazu muss die tägliche Futterration reduziert werden. Bei Trockenfutter ist dies sehr schwierig, weil das Tier ohnehin nur eine kleine Menge des kompakten Futters erhält. Beim Nassfutter darf der Hund eine deutlich höhere Menge fressen, was für ihn angenehmer ist. Meist fühlt sich dann auch der Halter besser, wenn mehr im Napf des Lieblings landet. Es wird demnach deutlich, dass beide Varianten sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringen. Viel wichtiger als die Konsistenz des Futters sind die Inhaltsstoffe. Sie müssen den Bedürfnissen des Tieres entsprechen und gut für seine Gesundheit sein. Das bedeutet, wenn das Futter ein ausgewogenes Gleichgewicht aus natürlichen Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten enthält, dann handelt es sich um hochwertiges Futter. Dann ist es völlig egal, ob es hart oder weich ist. Wichtig ist, dass es dem Hund auch schmeckt.

Fazit

Trockenfutter besser für den Menschen – Nassfutter besser für das Tier.

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