Kaltgepresstes Hundefutter

Der Hund ist treuer und bester Freund des Menschen. Da ist es nur selbstverständlich, dass man als Hundehalter nur das beste für seinen vierbeinigen Begleiter möchte, auch was die Ernährung betrifft. Die Auswahl an Hundefutter-Anbietern und -Sorten ist groß. Und dann gibt es da noch die verschiedenen Herstellungsverfahren. Wie soll man sich da nur entscheiden?

Inzwischen hat es auch das neue Modewort der Lebensmittel-Industrie in den Bereich der Tiernahrung, speziell zum Hundefutter, geschafft: Kaltgepresst. Viele Hersteller werben mit den Vorzügen und Besonderheiten ihres kaltgepressten Tierfutters. Doch was ist das, kaltgepresst?

  • Preis pro kgPreis pro kg
  • BewertungBewertung
  • TestergebnisTestergebnis
  • FuttertypFuttertyp
  • Empfohlenes AlterEmpfohlenes Alter
  • Für Allergiker geeignetFür Allergiker geeignet
  • Black Angus
  • Preis pro kgca. 2,90€
  • Bewertung
  • Testergebnis92 von 100 Punkten
  • FuttertypKaltgepresst
  • Empfohlenes AlterAlle Altersstufen
  • Für Allergiker geeignet
  • Lupo Natural
  • Luponaturaltabelle
  • Preis pro kgca. 3,99€
  • Bewertung
  • Testergebnis96 von 100 Punkten
  • FuttertypKaltgepresst
  • Empfohlenes AlterAlle Altersstufen
  • Für Allergiker geeignet
  • NaturNah
  • naturnahtabelle
  • Preis pro kgca. 2,23€
  • Bewertung
  • Testergebnis85 von 100 Punkten
  • FuttertypKaltgepresst
  • Empfohlenes AlterAusgewachsen
  • Für Allergiker geeignet

Zerdrückt und auf Eis gelegt?

Was genau bedeutet kaltgepresst? Werden die einzelnen Futter-Bestandteile auf Eis gelegt und dann zerdrückt? Oder was soll man sich genau unter diesem Begriff vorstellen?

Um dem kaltgepressten Hundefutter auf die Spur zu kommen, muss man erst einmal wissen, wie Hunde-Trockenfutter hergestellt wird. Stark vereinfacht dargestellt läuft der Herstellungsprozess der beliebten Tiernahrung so ab:

Die verschiedenen, qualitativ hochwertigen Zutaten werden getrocknet, zerkleinert, zermahlen und schließlich miteinander vermengt. Dieses Rohstoff-Gemisch wird dann in eine rotierende Trommel geleitet und dort unter großem Druck durch in der Trommel-Wand befindliche Öffnungen gepresst. So erhalten die Trockenfutter-Kroketten und -Pellets ihre typische Form.

Und genau in diesem Herstellungsschritt findet sich der Unterschied zwischen „normalem“ Hundefutter, welches im Hocherhitzungsverfahren hergestellt wird und dem kaltgepressten Hundefutter.

Im Hocherhitzungsverfahren werden die vermengten Rohstoffe auf bis zu 120 Grad erhitzt. Im Kaltpress-Verfahren wird das Hundefutter ohne zusätzliche beigefügte Hitze hergestellt. So wird das Rohstoffgemenge nur der normalen, bei der Herstellung entstehenden Wärme ausgesetzt. Diese Betriebstemperatur ist erheblich niedriger als die durch zugeführte Wärme entstehende Temperatur im Hocherhitzungsverfahren.

Fakt ist, um vom Hund verwertet werden zu können, müssen die Rohstoffe bei der Futtermittelherstellung aufgespalten werden. Dies wird nur durch Wärmeeinwirkung erreicht. Doch zu viel Hitze zerstört die vom Hund benötigten natürlichen und gesunden Inhaltsstoffe. Zusammenfassend kann man also sagen: Je niedriger die Temperaturen, desto ursprünglicher die Rohstoffe. Selbstverständlich ist hocherhitztes Hundefutter nicht schlecht, dennoch bringt die im Kaltpressverfahren hergestellte Hundenahrung einige Vorteile für den Hund und seine Gesundheit mit sich.

Nährstoffe

Die Herstellung von Futter im Verfahren der Kaltpressung ist schonender als andere Prozesse. So werden die in den verarbeiteten Rohstoffen befindlichen Nährstoffe nicht zerstört, sondern bleiben im Futter bestehen. Vitamine, Wirkstoffe der Pflanzen und Fettsäuren bleiben somit erhalten und kommen der Gesundheit des Hundes zu Gute.

Dieser Erhalt an natürlichen Nährstoffen hat den willkommenen Effekt, dass nur ein sehr geringer bis gar kein Zusatz an künstlichen Stoffen notwendig ist, um eine ausgewogene Ernährung für den Hund zu erzielen. Probleme und Erkrankungen resultierend aus Fehlernährung und damit einhergehender Unterversorgung oder Überversorgung an Nährstoffen werden somit vermieden. Der Hund ist gesund, vital und fühlt sich einfach wohl.

Magenverträglichkeit

Auch in Sachen Magenverträglichkeit weisen hocherhitztes und kaltgepresstes Hundefutter einen Unterschied auf. Im Gegensatz zur „Normal-Variante“ des Futters quellen die Kroketten und Pellets von kaltgepresstem Futtermittel im Magen nicht auf. Das Futter liegt somit nicht schwer im Magen. Schwer im Magen liegendes Futter ist es, welches die Gefahr einer Magendrehung beim Hund birgt. Diese kann, wenn unerkannt und unbehandelt, zum Tod des Hundes führen.

Kaltgepresstes Hundefutter hat die positive Eigenschaft, im Magen zu zerfallen. Zwar bietet diese Tatsache keinen 100 %igen Schutz vor einer Magendrehung, minimiert das Risiko dazu jedoch ungemein. Somit schont kaltgepresstes Futter den Magen des Hundes und die Nerven des Halters.

Verdauung

Durch das Zerfallen des kaltgepressten Hundefutters im Magen, ist die Nahrung natürlich auch leichter bekömmlich und benötigt somit weniger Zeit um verdaut zu werden.

Vergleicht man die Verdauungszeit von kaltgepresstem Hundefutter mit der Zeit, die benötigt wird um Rohnahrung zu verdauen, wird deutlich wie nach diese Zeiten beieinander liegen. Dies macht kaltgepresstes Hundefuttermittel zur idealen Ergänzung beim Teil-Barfen.

Doch nicht nur als Ergänzung zum Teil-Barfen, sondern sogar als Alternative zum Barfen an sich kann kaltgepresstes Hundefutter verwendet werden. Dieses schonend hergestellte Nahrungsmittel kommt den bestmöglichen Verhältnissen von Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralien und Vitaminen, wie sie sonst nur Barfens bietet, sehr nahe.

Energiekosten

Gern wird behauptet, die Energiekosten-Ersparnis sei der einzige Grund, warum es kaltgepresstes Hundefutter auf dem Markt gibt. Die Vorteile für die Gesundheit des Hundes der kaltgepressten Ernährung werden dabei gerne unter den Teppich gekehrt.

Die eben aufgeführten Punkte zeigen jedoch deutlich die vielen positiven Auswirkungen des kaltgepressten Hundefutters auf die Gesundheit des Hundes.

Die Umweltfreundlichkeit des Kaltpressverfahrens sind damit nur ein weiterer Punkt auf der Liste von Vorteilen dieses Herstellungsprozesses.

Kaltgepresst gleich Kaltgepresst?

Auch zwischen den inzwischen zahlreichen auf dem Markt angebotenen kaltgepressten Hundefuttern gibt es Unterschiede. Diese liegen schlichtweg in den verschwendeten Zutaten. Wie beim „normalen“ Hundefutter gibt es auch bei Kaltgepresstem die Varianten mit und ohne Getreide.

Nur wenige Hunde können das im Futter enthaltene Getreide ohne Probleme verwerten. Ein getreidefreies Hundefutter sollte daher auch bei kaltgepresster Tiernahrung die erste Wahl sein um Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten zu vermeiden.