Ist barfen wirklich so gesund?

Was ist barfen?

Immer mehr Hundebesitzer beschäftigen sich mit diesem Thema, wenn es um die artgerechte Ernährung ihres Hundes geht. Doch was ist das eigentlich? Barfen?

Der Begriff BARF bedeutet soviel wie Bones and Raw Foods, also Knochen und rohe Lebensmittel und bezeichnet somit die Zusammensetzung des Barf-Futters perfekt.
Unter barfen versteht man die Fütterung des Tieres ausschließlich mit rohem Fleisch, Knochen und Innereien. Um alle benötigten Vitamine, Spurenelemente und andere Stoffe zu erhalten, werden dem Fleisch-Futter noch Öle, Kräuter, Gemüse, Nüsse und Obst beigefügt. So erhält man eine ausgewogene und vor allem artgerechte Ernährung für den Hund. So kann barfen eine perfekt nach dem Bedarf des Hundes gerichtete Fütterungsmethode sein.

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Barfen? Ist doch einfach!

Doch barfen ist nicht so einfach, wie es scheint und birgt doch auch Risiken. Werden die Fütterungs-Rationen nicht richtig berechnet, können gesundheitliche Folgen durch Fehlernährung die Folge sein.

Viele Hundebesitzer stellen bei der BARF-Fütterung die Portionen rein nach Bauchgefühl zusammen. Dabei ist die richtige Zusammenstellung und Rationsberechnung das A und O des barfens.

Wichtig ist die Kenntnis des Hunde-Bedarfs an Stoffen wie Vitamin A, Biotin, Vitamin B1, B2, B6, B12, Eisen, Jod, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Zink sowie der Bedarf an Energie. Und auch die Inhaltsstoffe der Zutaten des Barf-Menüs sollten bekannt sein. Und genau in diesen beiden Punkten liegt oft das Problem des barfens, kennt doch auch der versierteste Hundebesitzer diese Daten nicht aus dem FF. Hier ist Lernbereitschaft und Geduld erforderlich, denn das Aneignen dieses Wissens aus Fachliteratur oder Gesprächen mit kundigen Personen erfordert Zeit. Ohne dieses Wissen, ist die Fehlernährung des Hundes meist schon vorprogrammiert.

Fehlernährung und ihre Folgen

Fehlernährung erfolgt oft über einen längeren Zeitraum hinweg und kann schwere Folgen nach sich ziehen wie beispielsweise

  • eine verminderte Lebenserwartung
  • höhere Anfälligkeit für Infekte und andere Krankheiten
  • Belastung der Organe und daraus resultierend
  • eine Verminderung der Organfunktionen
  • Haut- und Fellprobleme
  • und vieles mehr.

Barfen – Vorteile und Nachteile

Wie jede andere Fütterungs-Variante hat auch Barfen seine Vor- und Nachteile.

Vorteile des Barfens

  • Genaues Wissen über die verwendeten Rohstoffe
  • Keine künstlichen Zusatz- und Füllstoffe
  • Individuell abstimmbar auf den Bedarf des Hundes
  • Hohe Verträglichkeit
  • Auch als Diätfutter bei Allergien geeignet
  • Gut für die Zähne durch das Kauen der Fleisch-Stücke
  • Besonders schmackhaft durch die natürlichen Zutaten

Nachteile des Barfens

  • Fehlernährung bei BARF-Fütterung ohne Wissen zur Thematik
  • Verletzungen durch verfütterte Knochen
  • Befall durch Krankheitserreger (Salmonellen etc.) durch das rohe Fleisch

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich beim barfen um die wohl artgerechteste Ernährung des Hundes handelt. Doch ist die Aneignung von Wissen zum Thema Barfen und die Kenntnis des Bedarfs und der Inhaltsstoffe unabdingbar. Hundebesitzer, die nicht über den Willen oder die Zeit zur Wissensaneignung verfügen, sollten von dieser Fütterungsmethode die Finger lassen, da sie ihrem Liebling ansonsten mehr schaden, als ihm gutes zu tun. Gut vorbereitet anhand von Fachliteratur oder Beratung durch kundige Fachleute wie zum Beispiel dem Tierarzt, steht der Fütterung im Sinne des BARF nichts mehr im Wege.