Hundefutter ohne tierische Nebenerzeugnisse

Neben hochwertigen Inhaltsstoffen, die für den Hund notwendig und gesund sind, landen leider häufig auch viele minderwertige Zutaten im Hundefutter. Doch nicht jeder Futtermittelhersteller nutzt günstige Füllmaterialien für die Produktion von Hundefutter. Heute verzichten schon viele Produzenten auf Getreide und künstliche Aroma-, Konservierungs- und Farbstoffe. Auch tierische Nebenerzeugnisse sind ein äußerst umstrittenes Thema. Viele Hundehalter greifen daher auf Hundefutter ohne tierische Nebenerzeugnisse zurück.

Deklarationspflicht

Futtermittelhersteller sind verpflichtet, alle Zutaten, die im Futter enthalten sind, auf dem Etikett anzugeben. Dabei wird in absteigender Reihenfolge im Hinblick auf die enthaltene Menge vorgegangen. Das klingt auf den ersten Blick vernünftig und transparent. Ist es jedoch nicht so ganz, denn der Hersteller muss nicht die einzelnen Komponenten auflisten. Er kann sie auch in Gruppen zusammenfassen. So finden Hundebesitzer auf der Deklaration nicht selten die Bezeichnung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 5 % Lamm)“.

Ungenaue Angaben sind möglich

Konsumenten können aus dieser Bezeichnung nicht herauslesen welche Fleischstücke oder welche Nebenerzeugnisse verarbeitet werden. Ebenso kann auch die Menge variieren. Für den Hersteller hat diese Deklaration einen bedeutenden Vorteil. Er kann stets jene Zutaten verarbeiten, die gerade günstig und verfügbar sind, und muss nicht auf Mengen oder Qualität achten. Es kann daher zu starken Schwankungen bei der Qualität der Futtermittel kommen. So kann es auch passieren, dass der Hund Futter plötzlich nicht mehr verträgt. Hundehalter sollten hier genau auf die Bezeichnung achten. Steht auf dem Etikett „Lammfleisch“, dann muss auch Lammfleisch enthalten sein.

Was sind tierische Nebenerzeugnisse

Der Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ umfasst alle Teile eines Schlachttieres, die nicht für den menschlichen Verbrauch geeignet sind. Das sogenannte K3-Material bezeichnet Abfälle und Nebenprodukte aus Schlachtbetrieben aber auch Küchen- und Speiseabfälle. Darunter können sich Lebensmittel befinden, die zwar für den Menschen genießbar wären, aber wonach keine Nachfrage besteht. Dazu zählen etwa Kutteln oder andere Innereien. Es zählen jedoch auch Haare, Hörner, Hufe, Krallen, Blut, Knochen und Grieben zu diesem Material, das offiziell als für Hundefutter geeignet gilt. Nun sind tierische Nebenerzeugnisse nicht generell schlecht. Innereien wie Leber, Niere, Magen oder Lunge liefern dem Hund wichtige Nährstoffe und schmecken ihm auch. Allerdings haben Klauen, Krallen, Borsten oder Fell in gesundem Hundefutter nichts verloren. Kein Wunder also, dass immer mehr Hundebesitzer ihren Hund mit Hundefutter ohne tierische Nebenprodukte füttern. Doch auch hier geht es wieder um die Deklaration. Ein seriöser Futtermittelhersteller wird genau anführen, was im Futter enthalten ist.

Der Unterschied zwischen Tier- und Fleischmehl

Interessant ist die genaue Bezeichnung auch bei den Mehlen. Hier sollte darauf geachtet werden, ob Tiermehl oder Fleischmehl verwendet wird. In der Trockenfutterproduktion ist es üblich, das Fleisch zu trocknen, dann zu Mehl zu verarbeiten und daraus das Futter zu produzieren. Handelt es sich um Fleischmehl, ist Fleisch guter Qualität darunter zu verstehen. Finden Hundebesitzer auf dem Etikett die Bezeichnung Tiermehl, so können hier alle Bestandteile des Schlachttieres zu Mehl verarbeitet worden sein. Dazu zählen auch hier Federn, Borsten, Fell, Klauen und Hufe. Tiermehl wird seit Jahren als preiswerter Eiweißlieferant den Futtermitteln zugesetzt. Es besteht aus Schlachtabfällen toter Nutztiere jeder Art. Dieser Zusatz sollte keinesfalls in gesundem Hundefutter enthalten sein. Wichtig ist auch hier wieder der genaue Blick auf die Zutatenliste.

Schwedisches Hundefutter ist anders

Hundefutter ohne tierische Nebenerzeugnisse

Hundefutter ohne tierische Nebenerzeugnisse

Hundebesitzer, die bei herkömmlichen Futtersorten unsicher sind, sollten auf schwedisches Hundefutter zurückgreifen. Das hat einen einfachen Grund. Die Tierfutterherstellung in Schweden unterliegt im Gegensatz zu Deutschland den Lebensmittelgesetzen. Diese gelten weltweit als besonders streng. In Schweden müssen alle Futterzutaten für den menschlichen Verzehr zugelassen sein. So haben in Schweden Zutaten wie Hufe, Krallen oder Fell keine Chance in Hundefutter zu landen. Auch Tiermehl ist in Schweden als Zutat für Hundefutter untersagt. Daneben dürfen keine Tiere verarbeitet werden, die mit Hormonen oder Antibiotika behandelt wurden. Wasser, das für die Hundefutterproduktion verwendet wird, muss Trinkwasserqualität haben. Die Qualität von schwedischem Hundefutter beginnt jedoch bereits bei der Haltung der Schlachttiere. Massentierhaltung oder Käfighaltung gibt es im skandinavischen Land nicht. Jedes Tier hat das Recht auf Weidegang. Bekannte und beliebte Futtersorten aus Schweden sind die Marken Anifit, Bozita und Hundköket. Sie alle produzieren hochwertiges Hundefutter ohne tierische Nebenerzeugnisse, die für die Gesundheit des Hundes nicht von Bedeutung sind.