Hundefutter hoher Fleischanteil

Der Wolf in seiner Ahnenreihe und auch sein Gebiss sind der beste Beweis: Ein Hund ist ein Fleischfresser. Somit ist der wichtigste Bestandteil im Hundefutter Fleisch, zumindest sofern man seinen Hund artgerecht und naturnah ernähren möchte.

Sieht man sich die Ernährung des Wolfs an, besteht diese aus den verschiedensten Rohstoffen, tierisch wie pflanzlich. Das zeigt, auch ein kleiner Teil pflanzlicher Inhaltsstoffe im Futter schadet nicht, ganz im Gegenteil. Doch zum Hauptbestandteil im Hundefutter sollten Pflanzenstoffe und die Kohlehydrate daraus nicht werden. Denn zur Deckung seines Bedarfs an speziellem Eiweiß und auch an Fett benötigt ein Hund nun einmal Fleisch. Vor allem auch, da seine Verdauung auf die Verwertung von Fleisch und den Proteinen daraus ausgelegt ist und er sich mit der Verdauung von beispielsweise Getreide unnötig schwer tut. Doch, so ehrlich muss man sein, vor allem wenn man sich den Wolf als Beispiel nimmt: auch eine Ernährung ausschließlich mit Fleisch tut dem Hund nicht gut. Die richtige Mischung machts.

Nassfutter mit hohem Fleischanteil

  • Preis pro kgPreis pro kg
  • BewertungBewertung
  • Unsere MeinungUnsere Meinung
  • Empfohlenes AlterEmpfohlenes Alter
  • GeschmackGeschmack
  • GetreidefreiGetreidefrei
  • Hoher FleischanteilHoher Fleischanteil
  • Anifit
  • anifit nassfutter ohne getreide
  • Preis pro kgca. 4,47-6,98€
  • Bewertung
  • Unsere Meinung100 von 100 Punkten
  • Empfohlenes AlterAlle Altersstufen
  • GeschmackVerschiedene Sorten
  • Getreidefrei
  • Hoher Fleischanteil
  • Bellfor
  • bellfor
  • Preis pro kgca. 6,98€
  • Bewertung
  • Unsere Meinung95 von 100 Punkten
  • Empfohlenes AlterAlle Altersstufen
  • GeschmackVerschiedene Sorten
  • Getreidefrei
  • Hoher Fleischanteil
  • Wildborn
  • elcarno
  • Preis pro kgca. 4,36-6,98€
  • Bewertung
  • Unsere Meinung90 von 100 Punkten
  • Empfohlenes AlterAlle Altersstufen
  • GeschmackVerschiedene Sorten
  • Getreidefrei
  • Hoher Fleischanteil

Welche fleischhaltigen Futtermöglichkeiten gibt es?

Hier unterscheidet man zwischen dem Barfen, Nassfutter und Trockenfutter. Eigentlich ganz einfach. Doch schauen wir uns die verschiedenen Fütterungsmethoden genauer an.

BARF

Das Wort BARF bedeutet soviel wie „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ oder auch „Bones and Raw Foods“. Eine nährstoffreiche Fütterung durch Barfen ist möglich, doch erfordert diese Methode vom Hundehalter, welcher die Fütterung durchführt, großes Wissen im Bereich der Tierernährung sowie gute Kenntnisse bzgl. Futtermitteln. Jede BARF-Mahlzeit besteht aus einem speziellen Verhältnis an frischem Fleisch, Gemüse und/oder Obst sowie weiteren Bestandteilen wie Vitaminen, Mineralstoffen etc. sowie Ölen und Innereien. Speziell aufgrund der wichtigen Versorgung mit Vitamin A, Vitamin D, Jod, Kalzium, Kupfer und Zink. Aus diesem Grund gestaltet sich die BARF-Fütterung vor allem bei Welpen und jungen Hunden als äußerst schwierig, da gerade sie sehr leicht in eine Überversorgung oder Unterversorgung bzgl. dieser Nährstoffe geraten.

Neben dem genauen Wissen, was der Hund zu sich nimmt, liegt der große Vorteil dieser Fütterungsmethode eindeutig in zwei Bereichen: Dem hohen Fleischanteil sowie der Möglichkeit, den Nährstoffgehalt der Nahrung genau dem Hund anpassen zu können.

Nassfutter und Trockenfutter

Je höher der Fleischanteil desto besser die Qualität des Futters. So denken viele Hundeliebhaber, doch ist diese Aussage nur bedingt richtig. Mit Sicherheit ist ein hoher Fleischanteil gut für den Hund, doch sagt allein der Anteil des verarbeiteten Fleisches nichts über die Gesamtqualität des Futtermittels aus. Eben für diese Gesamtqualität spielen mehrere Faktoren zusammen: der Fleisch-Anteil, die enthaltenen Nährstoffe sowie die Herstellungsart. Diese sollte möglichst schonend sein, um die wertvollen Nährstoffe nicht zu zerstören. All dies sollte bei Nass- und Trockenfutter neben der Menge an beinhaltetem Fleisch beachtet werden.

Vorteile von Hundefutter mit hohem Fleischanteil

Gute Versorgung mit wichtigen Nährstoffen

Der hohe Gehalt von fleischreichem Hundefutter an tierischen Protein, den Vitaminen B6, B12, C und E, Magnesium, Kalzium sowie L-Carnitin hilft dem Hund, gesund und vital zu bleiben. Nerven, Knochen, Muskeln und Zähne sind nur einige der Bereiche, die von Nahrung mit hohem Fleischanteil profitieren. Und auch viele weitere wichtige Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe, Mineralien und Kohlenhydrate erhält der Hund von einer ausgewogenen Ernährung mit viel Fleisch und dem anteilig dazu passenden natürlichen Beimengungen.

Kaum Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten

Oft hört man von verzweifelten Hundebesitzern, dass ihre Lieblinge allergisch auf das Futter reagieren. Sieht man sich die Inhaltsstoffe der meisten auf dem Markt erhältlichen Futtermittel genauer an, wird schnell klar warum. Für den Hund als hauptsächlichem Fleischfresser sind viel nur schwer zu verwertende Bestandteile im Futter. Vor allem wenn Getreide mit im Spiel ist, kann es dabei leicht zu Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten aufgrund des hohen Gluten-Gehalts kommen. Je mehr Fleisch, desto weniger Getreide oder sonstige allergiegefährdende Stoffe befinden sich im Futter, da Fleisch von Natur aus so gut wie alle vom Hund benötigten Nährstoffe liefert, welche bei Futter mit nur niedrigen Fleischanteil künstlich zugesetzt werden müssen.

Artgerechte, naturnahe Ernährung

Ob nun fertiges Hundefutter oder selbst zusammengestellt im Sinne von BARF, ein hoher Fleischanteil bedeutet artgerechte und vor allem naturnahe Ernährung für den Hund. Und naturnah heißt natürlich. Frei von chemischen Zusätzen aufgrund von fehlenden tierischen Proteinen oder sonstigen in Fleisch befindlichen Nährstoffen.

Das Eiweiß und das Alter

Ein hoher Fleischanteil ist ein wichtiger Baustein für gutes Hundefutter. Erst ein Anteil von 70% an Fleisch in der feuchten Masse gilt als hoch. Dabei benötigt ein gesunder ausgewachsener Hund durchschnittlich 2 bis 2,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Je nach Umstand kann sich der Bedarf entsprechend erhöhen oder sogar etwas senken. So benötigt ein älterer Hund nicht mehr die Menge an Energie, die aus dem Protein gewonnen wird.
Den Gegensatz bilden Welpen, die sich in der Wachstumsphase befinden. Für sie ist das Eiweiß neben der Energiegewinnung zur Gewebe- und Knochenbildung wichtig. Ein gesteigerter Bedarf ist auch bei manchen Krankheiten und Verletzungen vorhanden. Stichwort Zellteilung.

Mangel und Überschuss vermeiden

Hat das Hundefutter einen hohen Fleischanteil kann der Halter einem Mangel entgegenwirken. Denn fehlendes Protein kann gefährlich sein. Die Abwehr des Immunsystems verschlechtert sich, Krankheiten treten häufiger auf. Ein Proteinmangel zeigt sich in Form von fehlendem Appetit, Gewichtsverlust, sowie Problemen mit Haut und stumpfen Fell. Die fehlende Energie spiegelt sich zudem in einem Leistungsabfall wieder. Müdigkeit und Trägheit sind Alarmsignale. Wird aber der Bedarf dauerhaft überschritten ist Übergewicht die Folge. Protein wird zu großen Teilen in Energie umgewandelt. Nicht benötigte Energie werden aber als Fett abgespeichert. Zusätzlich werden Nieren und Leber in ihrer Funktion als Entgiftungsorgane überlastet. Fatal ist, dass sich erste Symptome erst zeigen, wenn die Organe bereits stark betroffen sind.

Eine trächtige Hündin hat einen gesteigerten Eiweißbedarf, den sie über einen höheren Fleischanteil ausgleichen kann und muss. Fehlt das Protein wirkt sich das auf die Gesundheit der werdenden Mutter und der ungeborenen Welpen aus. Fehlbildungen können entstehen. Auch während der Säugezeit wird noch viel Eiweiß benötigt. Ohne den Energieausgleich wird die Hündin schlapp und kann keine Muttermilch produzieren.

Bei heranwachsenden Hunden ist es besonders wichtig auf die Proteinmengen zu achten. Zu wenig sorgt für Wachstumsstörungen. Zu viel Eiweiß ist auch nicht gut. Sorgt es für einen zu enormen Wachstumsschub. Die Knochen können nicht so schnell richtig mitwachsen und sich festigen. Fehlstellungen sind die Folge.

Die Zusammensetzung des Fleischanteils

Wer den Hund mit BARF verwöhnt hat einen entscheidenden Vorteil: Das Wissen, was der Hund frisst und wie sich der Fleischanteil zusammensetzt. Die Entlohnung für Planung und Vorbereitung. Anders verhält es sich mit Trocken- und Nassfutter.

Bei Trocken- und Nassfutter muss auf die Deklaration geachtet werden. Nach der allgemeinen Kennzeichnungspflicht der Futtermittelverkehrsverordnung müssen verschiedene Angaben vorhanden sein. Dabei erlaubt das Gesetz zwei verschiedene Arten zu deklarieren. Werden die Zutaten unter Überbegriffen genannt wurde die geschlossene Deklaration gewählt. Von einer geöffneten Deklaration wird dann gesprochen, wenn die verwendeten Rohstoffe einzeln aufgelistet werden.

Was findet sich nun im Hundefutter mit hohem Fleischanteil wieder? Als Basis dient natürlich Fleisch. Logischerweise. Einige der fleischbezogenen Begriffe der Deklaration sorgen allerdings mit ihren Angaben für Verwirrung.

Der Wert Rohprotein gibt keine Auskunft darüber, wie hoch der Fleischanteil im Hundefutter ist. Das Hauptvorkommen von Proteinen befindet sich zwar in Fleisch und tierischen Produkten, aber auch in zahlreichen Gemüsearten. Bestes Beispiel sind Brokkoli und Hülsenfrüchte.

Fleischmehl ist Fleisch in sehr konzentrierter Form. Mithilfe von Wasserentzug entsteht aus frischem Fleisch Trockenfleisch. Wird es noch gemahlen ist das Endprodukt Fleischmehl. Ist also zum Beispiel 30% Geflügelfleischmehl angegeben entspricht das etwa 70% frischem Hühnchenfleisch. Fleischmehl darf nicht mit Knochenmehl verwechselt werden. Während Fleischmehl reich an Nährstoffen ist, ist Knochenmehl ein sehr günstiges Füllmittel aus Abfallprodukten.

Ein Unterschied ist es, ob es nur Geflügel oder Geflügelfleisch heißt. Kein Unterschied? Doch. Nicht nur in der Länge. Wird Geflügelfleisch angegeben ist auch reines Geflügelfleisch im Hundefutter drin. Anders ist es mit dem Begriff Geflügel. Ein Überbegriff für alle Schlachtteile, die das Geflügel hergibt. Fleisch, Innereien, Knochen, Gefieder, Schnäbel und noch mehr.

Innereien lassen sich mit ihrem hohen Nährstoff- und Proteingehalt als tierisches Erzeugnis beim Fleischgehalt mit einbeziehen. Bei herkömmlichen Hundefutter werden Innereien gerne unter dem Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ angegeben. Herz, Niere und Lunge nehmen in dieser Kategorie nur einen kleinen Platz ein. Zusätzlich lassen sich noch Knochen, Gefieder, Blut und andere tierische Erzeugnisse der Kategorie 3 der Schlachtabfälle finden. Nur in Bio-Hundefutter sind tierische Nebenerzeugnisse auf Innereien beschränkt. Grund sind die strengen EU-Richtlinien für Bio-Qualität.

Auch kleine Satzbausteine wie „mit“, „reich an“ oder „pur“ sagen viel über den Fleischanteil aus. Mit Hühnchengeschmack hat weniger als 4% Fleisch. Deklarationen wie „mit Huhn“, „reich an Huhn“, „mit viel Huhn“, „mit extra Huhn“ oder „Huhnmenü“ haben einen Fleischanteil von mindestens 26%. Wo „Pur“ oder „Rein“ drauf steht, darf auch nur aus dem Fleisch bestehen.

Fazit zu Hundefutter mit hohem Fleischanteil

Bei einer ausgewogenen und fleischreichen Ernährung und der damit einhergehenden guten Versorgung mit den Vitaminen A, B, C, D3 und E, wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und vielen weiteren guten Nährstoffen werden sie es ihrem Hund ansehen, wie gut es ihm geht. Er ist aktiv, seine Augen sind klar und sein Fell glänzt. Fleisch, als Proteinquelle mit äußerst niedrigem Allergierisiko, bewahrt den Hund vor allergiebezogenem Juckreiz und Haarausfall sowie vor Futtermittelunverträglichkeit einhergehend mit Durchfall, Erbrechen und anderen unangenehmen Beschwerden. Ein mit hohem Fleischanteil ernährter Hund ist einfach gesünder, aktiver, widerstandsfähiger, vitaler und fühlt sich rundum wohl.