Haarausfall beim Hund

Hunde zeichnen sich durch ihre sehr unterschiedliche Fellbeschaffenheit aus. Da gibt es Hunde mit langem seidigen Fell. Andere haben kurzes glattes Fell. Es gibt Tiere, die richtige Locken haben und andere wiederum haben Haare, die beinahe Borsten gleichen. Ganz egal welchen Felltyp der Hund aufweist, die Pflege von Haut und Fell ist für den Gesundheitszustand des Hundes von großer Bedeutung. Doch nicht jedes Fell benötigt die gleiche Pflege. Während einige Hunde regelmäßig gebürstet werden müssen, ist es bei anderen absolut nicht notwendig, sie zu striegeln oder zu bürsten. Hier regeneriert sich das Haar völlig selbstständig. Bei manchen Hunden wiederum ist der regelmäßige Friseurbesuch Pflicht. Ist der Hund gesund, ist auch das Fell gesund, glänzend und schön. Aufmerksam muss der Hundebesitzer jedoch dann werden, wenn der Hund mehr Haare als gewohnt verliert oder gar kahle Stellen zu sehen sind. Haarausfall kann ein Zeichen dafür sein, dass der Hund krank ist.

Das Fell hat für den Hund spezielle Aufgaben

Je nach Rasse und Aufgaben des Hundes kommen dem Fell ganz unterschiedliche Funktionen zu. Ein Jagdhund etwa benötigt sein Fell als zuverlässigen Schutz gegen äußere Einflüsse. Jagdhunde bewegen sich im Unterholz und das Fell ist hier wie ein Schutzschild gegen Verletzungen. Es schützt aber auch vor dem Klima und der Umwelt. Andere Hunde haben eine spezielle Art und Färbung des Fells, die ihren Aufgaben hilfreich sind. Das ist etwa bei speziellen Hütehunden der Fall, die von Weitem beinahe selbst wie ein Schaf aussehen und sich so hervorragend tarnen können. Bei unseren klassischen Haushunden ist das Fell in jedem Fall Schutz vor den äußeren Einflüssen. Es isoliert den Körper, der damit sowohl bei Hitze als auch Kälte die Körpertemperatur aufrechterhalten kann und es schützt vor Verletzungen. Bei den meisten Hunden kommt es zweimal im Jahr zum Fellwechsel. Dieser Vorgang wird durch Hormone gesteuert und ist abhängig von der Jahreszeit. So verliert der Hund im Frühjahr deutlich mehr Haare, weil er das Winterfell abstößt. Klimatische Einflüsse können jedoch dafür sorgen, dass dieser Prozess verzögert oder verkürzt wird. Dieser regelmäßige Fellwechsel ist für den Hund völlig normal, und wenn er ohne Juckreiz vor sich geht, gibt es keinerlei Grund zur Sorge. Es gibt jedoch Hunderassen, die diesem typischen Fellwechsel nicht unterliegen. Dazu gehören etwa Malteser oder Pudel. Beginnen diese Hunde viel Fell zu verlieren ist hier Vorsicht geboten. Diesem Haarausfall muss nachgegangen werden.

Ein Hund leidet unter Haarausfall was kann man tun

Wie zeigt sich Haarausfall beim Hund?

Haarausfall ist im Normalfall nicht sofort zu bemerken. Erst wenn kahle Stellen zu sehen sind, werden die meisten Hundehalter aufmerksam. Doch es gibt Symptome, die als Alarmsignal zu sehen sind. Das Fell wird stumpf und bricht ab. Die Haut ist schuppig und gerötet. Das Haar fällt in diesem Fall häufig in Büscheln aus. Der Hund zeigt starken Juckreiz und kratzt und leckt. Besonders häufig von Haarausfall betroffen sind langhaarige Tiere mit viel Unterwolle.

Ursachen für Haarausfall beim Hund

Krankhafter Haarausfall beim Hund kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Ein wichtiger Grund für Haut- und Fellprobleme sind die Allergien oder Unverträglichkeiten. Der Hund hat stumpfes und glanzloses Fell. Die Haut ist trocken und schuppt. Es kommt zu starkem Juckreiz. Der Hund kratzt und leckt und die Gefahr für Sekundärinfektionen steigt. Ist der Hund allergisch auf einen Stoff in seinem Futter oder hat eine Unverträglichkeit gegen etwas, so kann sich das auf genau diese Art zeigen. Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien kommen bei Hunden immer häufiger vor und ziehen die Lebensqualität des Tieres sehr in Mitleidenschaft. Eine Diagnose ist sehr schwierig und erfolgt mithilfe des Ausschlussprinzips. Eine Ausschlussdiät hilft, das Allergen oder den Stoff, der die Unverträglichkeit auslöst zu lokalisieren.

Artgerechtes Futter ist wichtig

Sehr häufig kommt Haarausfall beim Hund durch Nährstoffmangel vor. Schuld daran ist eine falsche Ernährung des Hundes. Unsere Haushunde ähneln nach wie vor stark dem Wolf, haben sich aber im Laufe der Domestikation an anderes Futter gewöhnt und vertragen daher deutlich mehr als ihr Vorfahr. Eine artgerechte und ausgewogene Ernährung ist für die Tiere absolut unerlässlich. Das bedeutet, Hundefutter muss einen hohen Fleischanteil aufweisen. Dabei muss dieses Fleisch leicht und gut verwertbar sein. Daneben sind hochwertige Öle mit essenziellen Fettsäuren von großer Bedeutung. Kohlenhydrate müssen nur in geringer Menge zugesetzt werden. Hier bieten sich Obst und Gemüse optimal an. Auf Getreide sollte in jedem Fall verzichtet werden. Es steht immer wieder im Verdacht, Allergien und Unverträglichkeiten hervorzurufen. Das bedeutet auch für Haarausfall beim Hund kann Getreide verantwortlich sein. Gesundes Hundefutter sollte auch völlig ohne synthetische Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Aroma- und Farbstoffe auskommen. Diese Stoffe sorgen für Allergien, Unverträglichkeiten und sogar schwere Gesundheitsstörungen.

Eine Futterumstellung kann Grund für Haarausfall sein

Selbst wenn der Hund artgerecht und gesund ernährt wird, kann es immer wieder vorkommen, dass die Futtersorte gewechselt werden muss. Auch das kann beim Hund derartigen Stress erzeugen, dass er mit Hautproblemen und Verdauungsschwierigkeiten reagiert. Eine Futterumstellung sollte daher stets langsam erfolgen. Eine Futterumstellung von minderwertigem auf hochwertiges getreidefreies Futter kann ebenso gesundheitliche Probleme auslösen. Der Körper reagiert damit auf die Entgiftung. Der Hund verliert in diesem Fall extrem viel Fell und auch überflüssige Unterwolle. Bei jeder Futterumstellung muss unbedingt auf das Allgemeinbefinden des Tieres geachtet werden. Sobald das Tier müde, schlapp und antriebslos ist, ist das ein Zeichen, dass das neue Futter für ihn nicht gut ist. Vorsicht ist geboten, sobald es zu starkem Juckreiz oder Verkrustungen kommt. Solange der Hund nur Haare während der Futterumstellung verliert, ist dies kein Grund zur Sorge. Es kann bis zu acht Wochen dauern, bis der Hund die Futterumstellung gut verdaut hat.

Parasiten als Auslöser von Haarausfall

Parasiten kommen beim Hund öfter vor als den Hundebesitzern lieb ist. Dabei machen sich Würmer meist erst nach einer ganzen Weile bemerkbar. Bandwurm und Spulwurm sind dabei die Vertreter, die bei Hunden am häufigsten beobachtet werden. Hunde infizieren sich relativ einfach mit Würmern. Die Parasiten werden von Artgenossen ausgeschieden. Der Hund riecht und leckt dann an der Analregion oder an der Hinterlassenschaft eines anderen Hundes. Schon nimmt er die Wurmlarven zu sich, die sich rasch im Körper ausbreiten. Einige Würmer werden durch Mücken übertragen. Ein gesundes Immunsystem und eine intakte Darmflora haben keinerlei Probleme mit den Endoparasiten. Nicht selten kommt es aber zu Krankheitssymptomen. Meist bleiben Würmer lange unbemerkt. Dann kann es zu schweren Verdauungsstörungen, Erbrechen und Hautproblemen kommen. Eine Wurmkur schafft hier Abhilfe. Regelmäßige Wurmkuren sind nicht empfehlenswert. Dabei handelt es sich um reine Chemie, die wiederum der Gesundheit schaden kann.

Parasiten haben oft Einfluss auf Haut und Fell

Blutsaugende Parasiten wie Zecken oder Flöhe können ebenso für Haarausfall beim Hund sorgen. Zecken können Babesiose und Anaplasmose übertragen. Bei diesen Krankheiten kommt es nach dem Zeckenbiss zu kreisrundem Haarausfall. Flöhe dagegen lösen starken Juckreiz aus. Der Hund kratzt und leckt und sorgt damit für den Haarausfall. Allerdings kann es auch zu einer Flohallergie kommen. Diese wird durch den Speichel der lästigen Parasiten ausgelöst. Sie ist die beim Hund am häufigsten diagnostizierte Allergie beim Hund. Ebenso wie Flöhe sorgen auch Läuse für Juckreiz, Allergien und damit auch Fellverlust.

Milben

Die kleinen Spinnentiere übertragen selbst keine Krankheiten. Sie können jedoch bei einem geschwächten Immunsystem für Folgeerkrankungen sorgen. Milben können nur mit dem Mikroskop gesehen werden. Der Tierarzt wird daher eine Hautprobe des Hundes untersuchen. Durch Milben werden Räude oder Demodikose hervorgerufen werden. Symptome sind unter anderem auch Haarausfall.

Stress sorgt für Haarausfall

Auch Hunde können an Stress leiden und dieser Stress kann die Gesundheit des Tieres angreifen. Sie können daher in besonderen Stresssituationen ebenso wie der Mensch mit Haarausfall reagieren. Ein Umzug, der Verlust eines geliebten Artgenossen oder eines Familienmitgliedes kann für den Hund der Auslöser sein. In einem solchen Fall benötigt der Hund viel Ruhe und vor allem Verständnis.

Pilze

Pilzinfektionen dürfen als Ursache für Haarausfall keinesfalls außer Acht gelassen werden. Sie sorgen häufig für Haarausfall. Hunde sind für Pilze dann anfällig, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist. Gerade Welpen und ältere Hunde sind für Pilzinfektionen gefährdet. Eine Pilzinfektion ist meist durch kreisrunden Haarausfall zu erkennen. Dieser ist vom restlichen Fell scharf abgegrenzt. In der Folge kann sich die Haut entzünden und es kommt zur Krustenbildung.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Es gibt jedoch noch andere Ursachen, die unter Umständen Haarausfall begünstigen können. Das wären zum einen die Hormone, die sich während des Hundelebens verändern. Zum anderen kann auch das Raumklima in dem der Hund sich vorwiegend bewegt für Haarausfall sorgen. So macht trockene Heizungsluft vielen Vierbeinern zu schaffen.

Mittel gegen Haarausfall

Um Haarausfall gezielt bekämpfen zu können, muss die Ursache behoben werden. Nur so kann sich das Immunsystem des Hundes wieder regenerieren und das Fell wieder nachwachsen. Daneben können Hausmittel helfen, diesen Prozess zu unterstützen. So hilft etwa Bierhefe, um die Haare wieder sprießen zu lassen. Daneben sind hochwertige Öle mit essenziellen Fettsäuren ideal um das Immunsystem wieder zu stärken und die Entzündungen zu hemmen. Ideal sind Öle, die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren enthalten. So ist Fischöl, Distelöl oder Leinöl eine gute Wahl. Sicherheitshalber sollte jedoch bei starkem Haarausfall immer der Tierarzt zurate gezogen werden. Nur er kann ernsthafte Erkrankungen ausschließen. Auch wenn der Haarausfall wieder im Griff ist, sollte der Hund weiterhin mit gesundem und hochwertigem Futter versorgt werden (Unser Tipp: Das Anifit Nassfutter). Das hilft das Immunsystem zu stärken und wirkt vorbeugend gegen Neuerkrankungen.