Dürfen Hunde Spinat fressen?

Hunde benötigen neben der täglichen Menge an hochwertigem Protein auch eine entsprechende Dosis Fett. Diese beiden Nährstoffe sorgen für den Erhalt der Körperfunktionen und liefern notwendige Energie. Rasche Energielieferanten, die der Hund allerdings nur in geringerer Menge benötigt, sind Kohlenhydrate. Diese sind in Obst und Gemüse enthalten. Gesundes und artgerechtes Hundefutter sollte daher immer eine geringe Menge an Obst und Gemüse enthalten, um den Kohlenhydratbedarf des Hundes zu decken. Was genau im Napf des Hundes landet, bleibt ganz seinem Geschmack vorbehalten. Obst enthält viel Zucker. Deutlich besser ist daher Gemüse. Doch hier sollte man achtgeben, denn nicht jede Gemüsesorte ist für den Hund genießbar. Einige Sorten sind nicht nur ungenießbar, sondern sogar giftig. Wie aber verhält es sich mit Spinat, der bei uns Menschen dank seines Eisengehalts so beliebt ist?

Spinat enthält viel Eisen

Bis heute kennt beinahe jeder Popey, the Sailor. Er erhält seine Muskelkraft durch den Genuss von Spinat. Genau aufgrund dieser Tatsache musste eine ganze Generation regelmäßig Spinat zu sich nehmen und das meist püriert. Bei Kindern kommt dieser grüne Brei jedoch nicht immer gut an und wird gerne verweigert. Dennoch war Spinat lange Zeit ein Muss auf dem Speiseplan. Der Grund dafür war eigentlich ein Schreibfehler. Man nahm lange Zeit an, dass Spinat ein Vielfaches an Eisen enthält. Doch angeblich hatte nur jemand das Komma falsch gesetzt. Soweit die Geschichte. Fakt ist, dass trotz Korrektur immer noch jede Menge Eisen im grünen Gemüse enthalten ist. Doch das Eisen aus dem Spinat kann nicht so einfach aufgenommen werden.

Vitamin C ist wichtig

Spinat hat zwar einen hohen Eisenwert. Das ist richtig. Doch er enthält daneben auch Oxalsäure. Sie hemmt sowohl die Aufnahme von Eisen als auch von Kalzium. Wird also einfach nur Spinat gegessen, kann das Eisen, das er enthält, gar nicht richtig aufgenommen werden. Der Genuss von Spinat sollte daher immer mit einem Vitamin-C-haltigen Lebensmittel kombiniert werden. Seit jeher wird Spinat gerne mit Kartoffeln kombiniert. Und wer Spinat fertig zubereitet kauft, der weiß, dass auch ein Schuss saure Sahne enthalten sein kann. Spinat wird mit Milchprodukten kombiniert, weil der Körper dadurch mehr Kalzium aufnimmt. Nimmt der Körper mehr Kalzium auf, so sorgt dies wiederum für eine bessere Eisenaufnahme. Diese speziellen Ernährungsempfehlungen gelten allerdings nicht nur für uns Menschen. Dasselbe gilt auch für unsere Hunde. Sie dürfen Spinat gerne fressen, wenn sie das wollen. Ideal ist es ihn mit Kartoffeln und Hüttenkäse oder Quark zu kombinieren.

Dürfen Hunde Spinat fressen?

Spinat nicht aufwärmen

Spinat ist auch für den Hund richtig gesund. Neben Eisen enthält das grüne Blattgemüse zahlreiche Vitamine wie Vitamin C und Beta Carotin. Kalium und Magnesium sind Mineralstoffe, die ebenfalls im Spinat enthalten sind. Neben all den gesunden Eigenschaften enthält er allerdings auch Nitrat. Spinat sollte stets rasch verbraucht werden und ein Aufwärmen empfiehlt sich nicht. Bei Wiedererwärmen wird das Nitrat durch Bakterien in Nitrit umgewandelt, das gesundheitsschädigend ist. Spinat ist ein Blattgemüse, das zu den Fuchsschwanzgewächsen zählt. Die Pflanze ist einjährig und kann etwa 50 bis 100 Zentimeter hoch werden. Ursprünglich stammt der Spinat aus Südwestasien.

Spinat vorbereiten

Füttert man Spinat richtig und in kleinen Mengen ist er eine Bereicherung für die Mahlzeit eines Hundes. Ideal ist das Gemüse, wenn es frisch verarbeitet wird. Dazu müssen die Blätter knackig sein. Sie sollten keinesfalls bereits welk sein. Spinat muss sehr gut gewaschen werden, denn zumeist ist er sehr sandig. Für den Hund müssen die Blätter verarbeitet werden, bevor er sie frisst. Dazu kann er blanchiert oder gedünstet werden. Noch besser ist es, ihn zu pürieren. Durch diese Verarbeitung wird das Gemüse aufgeschlossen und kann vom Hund verdaut werden. Wie beschrieben ist eine Mischung mit Quark, Hüttenkäse und Kartoffeln ideal. So kann er etwa auch Teil einer Schonkost sein. Will man eine Barfmahlzeit mit Spinat zubereiten, sollte man leicht verdauliches Muskelfleisch als Hauptzutat wählen.

Oxalsäure ist gefährlich

Generell dürfen Hunde also Spinat fressen. Allerdings gibt es einige kleine Ausnahmen. Durch den Gehalt an Oxalsäure sollten Hunde nur kleine Mengen hin und wieder fressen. Welpen sollten allerdings absolut keinen Spinat erhalten. Ebenso darauf verzichten sollte man bei Hunden, die zu Nierenproblemen neigen oder an Nierenerkrankungen leiden. Frisst der Hund große Mengen Spinat, kann es durch die enthaltene Oxalsäure zu regelrechten Vergiftungserscheinungen kommen. Die Symptome können Übelkeit und Erbrechen sein. Auch blutige Durchfälle können darauf hinweisen, dass der Vierbeiner eine „Überdosis“ Spinat erhalten hat. In seltenen Fällen können sogar Anfälle auftreten. Oxalsäure ist auch Inhaltsstoff einiger für Hunde giftiger Pflanzen wie etwa der Dieffenbachie oder der Zimmercalla. Oxalsäure ist auch ein gefährlicher Inhaltsstoff in Weintrauben und Rosinen. Diese können für so manchen Vierbeiner sogar zum Tod führen. Daher ist es gut sich vorab zu informieren, wo Oxalsäure noch enthalten ist.