Der Futterplan für Hunde

Es gibt Hunde, die sind in der Ernährung äußerst Pflegeleicht und es gibt Hunde, die sind es nicht. In manchen Fällen möchte der Hundehalter mit einer guten Ernährung seinem treuen Freund etwas Gutes tun. Manchmal wird auch vom Tierarzt eine andere Ernährung empfohlen. Doch wie kann ein Futterplan für Hunde aussehen?

Der Einstieg in die Planung

Wenn von einem Futterplan gesprochen wird denken die meisten Hundehalter an Rohfütterung und barfen. Wer dann solche Pläne ansieht, hat regelmäßig bis ins letzte Detail ausgearbeitete Listen vor sich. Was allerdings im ersten Moment wie Verwirrung und viel Arbeit wirkt ist spätestens nach einem Monat einfach und normal.

Damit der Futterplan für den eigenen Hund ein Erfolg wird, sollten einige grundsätzliche Dinge berücksichtigt werden. Denn, den einen perfekten Ernährungsplan für jeden Hund gibt es nicht.

Um den Start in die Erstellung eines Futterplanes zu erleichtern gilt eine Faustregel als Orientierungshilfe. In der Regel heißt es, dass ein junger, erwachsener Hund der normalen Anstrengungen ausgesetzt ist ca. 3% seines Körpergewichtes als Nahrung am Tag benötigt. Die Zusammensetzung der Nahrung sollte aus 80% Fleisch und Innereien, sowie fleischige, rohe Knochen und 20% Gemüse enthalten. Gelegentlich darf zum Gemüseanteil auch etwas Obst gegeben werden. Doch Vorsicht mit dem Begriff Innereien. Herz, Hänchen- und Putenmägen sind zwar Organe und damit Innereien, bestehen allerdings aus reinem Muskelfleisch. Auch die Mineralstoff- und Vitaminwerte sind dem Muskelfleisch von Rind und Hund sehr ähnlich.

Gehört der Hund zum älteren Semester, sollte sich die Nahrungsverteilung entsprechend anpassen. Hier sollte der Fleischanteil bei etwa 60% liegen und Gemüse bei 40%.

Die Bestandteile der Nahrung

Damit die Nahrung optimal an die Bedürfnisse des Hundes angepasst und schmackhaft ist, sollte einige Punkte beachtet werden.

Das allerwichtigste in der Erstellung des Futterplanes ist die Abwechslung. So erhält der Hund alle wichtigen Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe, die für seine Gesundheit und Vitalität benötigt werden.

Für die Zähne und das Zahnfleisch sind fleischige Knochen ideal. So kann sich Zahnstein abschleifen und das Zahnfleisch wird durch die entstehende Massage besser durchbluten. Allerdings sollten die Knochen nur im rohen Zustand und maximal 4-mal in der Woche gegeben werden. Es sollte daher immer etwas rohes Fleisch am Knochen sein, da durch das darin vorhandene Blut die Magensäure des Hundes angeregt wird, die für eine bessere Verdauung des Knochens anregt.

Soll Schweinefleisch gefüttert werden ist es empfehlenswert, diese vorher abzukochen. Es könnten Schweineerreger am Fleisch vorhanden sein, die dem Hund nicht gut bekommen.

Getreide darf in der Futterplanung getrost fehlen. Vielen Hunden bekommt dieser nicht. Sollte dennoch einmal Getreide in der Planung benötigt werden, sollte die Fütterung nicht in Kombination mit Fleisch erfolgen. Häufige Begleiterscheinung wären Blähungen. Das Hundefutter sollte getreidefrei sein!

In freier Wildbahn erbeutet der Hund und sein Vorfahr der Wolf auch nicht jeden Tag fleischige Nahrung. Daher darf gerne hin und wieder ein Fastentag eingelegt werden. So hat der Organismus und Stoffwechsel die Möglichkeit sich zu erholen. An solchen Tagen darf sich der Hund gerne an Gemüse und vereinzelten Milchprodukten wie Ziegenkäse oder Magerquark bedienen.

Manches Obst und Gemüse sollte gekocht oder zerkleinert werden, da der Hund sonst nicht optimal verdauen und verwerten kann. Es ist empfehlenswert hochwertige Öle hinzuzufügen, damit die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können.

Beispiel eines Futterplanes

Der Futterplan für Hunde

Der Futterplan für Hunde

Die Theorie ist meistens das eine. Wie der Futterplan am Ende aussieht das andere. Um eine Vorstellung zu erhalten gibt es nun ein mögliches Beispiel.

Das erste Beispiel ist auf der Grundlage eines erwachsenen und gesunden Hundes, der aktiv ist und ein Gewicht von 35kg hat erstellt.
Für diesen Hund beträgt die Gesamtnahrungsmenge etwa 1000g am Tag. Davon bestehen bereits 800g aus fleischige Knochen, Fleisch und Innereien wie Herz, Leber und Pansen. Der größere Anteil sollte dabei das Fleisch bilden. Zusätzlich werden 200g Gemüse und Obst untergemischt. Abhängig davon, wie der Hund diese verträgt, handelt es sich um Apfel, Beeren, Kohlrabi, Kürbis, Rotkohl und anderes Gemüse. Teilweise ist es empfehlenswert den Obst- und Gemüseteil gekocht und püriert beizumischen. Für die bessere Aufnahme der fettlöslichen Vitamine im Gemüse wird noch zusätzlich 1 EL Öl (Oliven, Walnuss, etc.) hinzugegeben.