Darmverschluss beim Hund

Hunde sind Schlinger und so manches Exemplar macht dieser Aussage wirklich alle Ehre. Nicht nur das vorgesehene Futter wird in Windeseile hinuntergewürgt, auch alles andere was den Schein erweckt fressbar zu sein, wird verschlungen. Nicht immer ist alles, was diese Vierbeiner in sich hineinstopfen auch dazu gedacht. So manches Teil kann der Hundekörper einfach nicht verarbeiten. Nicht alles, was vorne rein kann, kommt auch hinten wieder heraus. Die Folgen können schwere Verdauungsstörungen oder Verstopfung sein. Im schlimmsten Fall kommt es zum gefürchteten Darmverschluss. Dieser Zustand ist für den Hund stets lebensbedrohend. Doch nicht nur ein Fremdkörper kann dieses Horrorszenario für jeden Hundehalter hervorrufen.

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Das Verdauungssystem ist komplex

Die tägliche Nahrung, die der Hund frisst, wandert langsam durch den Verdauungstrakt. Die einzelnen Bestandteile werden dabei unter Mitwirkung verschiedener Enzyme zerlegt und aufgespalten. Vom Darm wandern diese zerlegten Nährstoffe dann durch die Darmwand in den Blutkreislauf. Das Blut transportiert die Stoffe dann in die einzelnen Organe. Der Verdauungstrakt ist sehr komplex und jeder einzelne Teil ist für eine ganz bestimmte Aufgabe vorgesehen. So wird die Nahrung mit dem Maul aufgenommen. Zunge und Zähne helfen dabei, die Beute zu zerteilen und hinunterzuschlingen. Über die Speiseröhre wandert diese Nahrung in den Magen. Hier werden Verdauungssäfte zugesetzt und mit der Nahrung vermischt. Über den Magenausgang wird der Nahrungsbrei in den Dünndarm transportiert. Dies passiert in kleinen Schüben, solange bis der Magen leer ist. Im Dünndarm beginnen dann die Verdauungsenzyme aus Dünndarm und Bauchspeicheldrüse, zu wirken.

Wenn der Darm blockiert ist

Der nun übrige gebliebene Rest der Nahrung wandert in den Dickdarm, wo der Kot geformt wird, der über den After dann ausgeschieden wird. Die Verdauung ist ganz natürlich und funktioniert im Normalfall bei einem gesunden Hund auch völlig unkompliziert und ohne jedes Zutun. Von der Nahrungsaufnahme bis zur Kotausscheidung vergehen etwa 25 bis 36 Stunden. Natürlich ist dies abhängig von der Art des Futters und dessen Verdaulichkeit. Ebenso beeinträchtigt wird die Dauer von den Ballaststoffen, die zugeführt werden und der Häufigkeit der Fütterung. Generell dauert die Magenpassage rund 2 bis 8 Stunden. Im Dünndarm verbleibt die Nahrung dann 1 bis 2 Stunden. Die meiste Zeit benötigt die Passage durch den Dickdarm. Hier wird mit rund 18 bis 24 Stunden gerechnet. Wird nun dieser letzte Abschnitt der Verdauung gestört, können die Abbauprodukte im Darm nicht mehr weitertransportiert werden. Es kommt zum Darmverschluss, der in der Fachsprache als Ileus bezeichnet wird. In diesem Fall beginnt der Darminhalt, schon bald zu gären und zu verfaulen. Schädliche Stoffe werden im Körper freigesetzt und der Hund leidet an starken Schmerzen. Je länger die Darmpassage blockiert ist, desto mehr Wasser wird dem Nahrungsbrei entzogen. Der Kot wird immer härter und die Blockade immer stärker. Teile des Darms können sogar absterben oder der Darm kann reißen. Ein Darmverschluss ist daher stets ein Notfall. Es kann um Minuten gehen. Das Tier muss daher so rasch wie möglich zum Tierarzt gebracht werden.

Darmverschluss beim Hund

Für einen Verschluss gibt es verschiedene Gründe

Grundsätzlich werden zwei verschiedene Arten des Darmverschlusses unterschieden. Der paralytische Darmverschluss wird durch eine Lähmung des Darms hervorgerufen. In diesem Fall besteht keine Engstelle im Darm. Beim gesunden Hund kontrahiert der Darm, um den Brei weiterzutransportieren. Bei einer Lähmung passiert dies nur unzureichend oder gar nicht mehr. Man spricht von einer Darmlähmung. Die Gründe sind zumeist krankheitsbedingt. So kann die Lähmung eine Folge einer Parvovirus-Infektion sein. Nach einer Bauchhöhlenoperation, oder einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kann es ebenso zur Lähmung kommen. Der obstruktive Verschluss hat mechanische Ursache. Ein Hindernis blockiert die Darmpassage. Das kann ein verschluckter Fremdkörper sein. Den ersten Teil des Verdauungstraktes kann der Fremdkörper noch passieren. Im Dünndarm ist dann Endstation und der Nahrungsbrei kommt nicht mehr am Hindernis vorbei. Neben dem Verschlucken eines Fremdkörpers kann es auch zu Verdrehungen oder Verschlingungen des Darms kommen. Als weitere Ursache kann ein starker Wurmbefall gesehen werden.

Knochen können gefährlich sein

Eine spezielle Gefahr geht von Knochen aus. Bei der Gabe von Knochen muss äußerste Vorsicht geboten sein. Knochen können zur Blockade des Verdauungssystemes führen. Knochen gelten als Kalziumlieferanten. Das stimmt an sich auch. Jedoch kann der Hund nur eine gewisse Menge dieses Mineralstoffes aufnehmen. Es wird durch die Schleimhäute der Darmwand in den Blutkreislauf weitergeleitet. Ist der Bedarf gedeckt, wird auch kein Kalzium mehr aufgenommen. Das Kalzium verbleibt also im Darm und wird durch den Flüssigkeitsentzug hart wie Zement. Dieser entstandene Knochenkot ist hell bis weiß und steinhart. Knochenkot ist ein häufiger Grund für einen Darmverschluss. Zusätzliches Risiko hierbei sind die Knochenstücke, die im Kot enthalten sind. Sie können den Darm perforieren. Daher dem Hund zuliebe nie zu viele Knochen füttern.

Symptome eines Darmverschlusses

Kann der Hund keinen Kot absetzen, ist dies ein absolutes Alarmsignal. Es kann vorkommen, dass der Hund unbedingt nach draußen will. Er versucht dann Kot abzusetzen, doch es funktioniert nicht. Ein weiteres Zeichen kann Erbrechen sein. Das kann auch passieren, wenn er nur Wasser trinkt. Der Hund verweigert die Nahrung und sein Allgemeinbefinden verschlechtert sich deutlich. Der Hund leidet an Bauchschmerzen. Das ist an der Gebetsstellung erkennbar. Darunter versteht man die spezielle Haltung, wenn der Hund die Vorderbeine und den Vorderkörper flach auf dem Boden ablegt und das Hinterteil nach oben streckt. Betastet man den Bauch, ist dieser hart und fest. Es kann sein, dass das Tier beim Abtasten Schmerzen verspürt und es ihm sehr unangenehm ist. Nicht immer ist der ausbleibende Stuhlgang ein untrügliches Zeichen. Ist der Verschluss knapp nach dem Magenausgang, kann der Nahrungsbrei nicht mehr aus dem Magen in den Dünndarm weitergeleitet werden. In diesem Fall wird sich der Hund zuvor erbrechen. Schon ein Schluck Wasser kann zum Erbrechen führen. Der Kotstau ist dann erst viel später erkennbar.

Diagnose

Selbst beim geringsten Verdacht auf Darmverschluss sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Er wird eine Röntgenaufnahme des Bauchraumes veranlassen um feststellen zu können ob und inwieweit der Darm blockiert ist. Dies kann in einigen Fällen in Kombination mit Kontrastmittel erfolgen. In manchen Fällen wird vielleicht zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung notwendig sein. Handelt es sich wirklich um einen Fremdkörper, der den Darm verschließt, so ist das Mittel der Wahl immer die Operation. Es kann sogar vorkommen, dass ohne weitere Vordiagnostik sofort operiert wird. Eine derartige Notoperation ist dann notwendig, wenn der Darmverschluss bereits hochakut ist. Bei der Operation wird der Bauchraum geöffnet und der Fremdkörper entfernt. Für den Hund ist diese Operation äußerst belastend. Für den Hundehalter wird ein Darmverschluss sehr viele Nerven aber auch Geld kosten.

Vorbeugung ist wichtig

Um dem Hund diese Tortur zu ersparen, ist es unbedingt notwendig vorzubeugen. In erster Linie ist ausgewogenes Futter ein wichtiger Punkt. Gesundes Hundefutter, das ohne Getreide auskommt, ist für den Hund artgerecht und leicht verdaulich. Beim Spaziergang sollte stets darauf geachtet werden, dass der Hund entsprechend viel und vor allem regelmäßig Kot absetzt. Bekommt der Hund Kauprodukte, sollte er diese unter Aufsicht verzehren. Auch diese Teile können zu einem Verschluss führen. Besonderes Augenmerk muss auf Hundespielzeug gelegt werden. Der Hund darf nie ohne Aufsicht mit seinem Spielzeug agieren. Das ist nicht nur ein wichtiger Erziehungsaspekt, sondern kann Leben retten. Selbst von speziellem Hundespielzeug können Teile abgebissen werden oder sich lösen. Diese kann der Hund dann verschlucken. Besonders die innen liegenden Quietschies werden gerne verschluckt. Ist die Spielrunde mit dem Hund beendet, sollte das Spielzeug an einer Stelle aufbewahrt werden, die der Hund nicht erreicht. Gleichzeitig sollte es auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Kinderspielzeug oder billige Stofftiere haben bei einem Hund nichts verloren. Doch auch ganz alltägliche Dinge können zur Gefahr werden. So lieben manche Hunde Socken regelrecht. Andere verschlingen sogar Steine. Besonders gefährlich sind Überreste von Luftballons.

Die Fütterung von Knochen

Knochen gehören zur artgerechten Ernährung des Hundes dazu. Dennoch muss in dieser Hinsicht besondere Vorsicht gelten. Wer bei der Ernährung seines Hundes auf B.A.R.F. setzt, der sollte unbedingt darauf achten, dass der Hund nie zu viele Knochen zu seinen Mahlzeiten erhält. Knochen sind auch für alle anderen Hunde ein heikles Thema. Nicht jeder Hund verträgt sie. Ideal ist es, den Hund langsam an die Gabe von Knochen zu gewöhnen. Je nachdem, wie er sie verträgt, darf dann langsam auf eine angemessene Menge gesteigert werden. Bekommt der Hund leicht Verstopfung, sollte auf Knochen generell verzichtet werden. Knochen dürfen nur in rohem Zustand verfüttert werden. Sind sie gegart, splittern sie leicht und können dem Hund schwere Verletzungen zufügen. Auch beim Grillen im Sommer sollte der Hundebesitzer darauf achten, dass der Hund sich nicht an den Knochenresten bedient. Diese sind zusätzlich gewürzt, was ebenso ungesund für den Hund ist.

Erste Hilfe beim Darmverschluss

Wer bemerkt, dass der Hund einen Fremdkörper verschluckt hat, der kann darauf sofort reagieren, indem er dem Vierbeiner Sauerkraut füttert. Dabei handelt es sich jedoch nur um ein altes Hausmittel, dessen Wirkung nicht gesichert ist. Das Sauerkraut legt sich im günstigsten Fall um den Fremdkörper und sorgt dafür, dass er problemlos ausgeschieden wird. In diesem Fall muss unbedingt der Kot kontrolliert werden, ob das unangenehme Teil auch vollständig wieder erschienen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte schnellstmöglich der Tierarzt aufgesucht werden.

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