Aroma- und Farbstoffe im Hundefutter

Seit Beginn des Zusammenlebens zwischen Mensch und Hund hat sich vieles geändert. Hunde sind heute vollwertige Familienmitglieder und haben sich zu geliebten Partnern in jeder Hinsicht gewandelt. Sie begleiten ihre Menschen beinahe überall hin und der Mensch genießt dieses Leben. Auch in puncto Ernährung haben Hundehalter eine völlig andere Sichtweise als noch vor einigen Jahren. Die meisten Menschen achten heute sehr genau darauf, was ihr Hund zu sich nimmt und versuchen ihn möglichst artgerecht und gesund zu ernähren. Viele verschiedenen Arten von industriell gefertigten Futtersorten stehen zur Auswahl. Dennoch muss ganz genau hingesehen werden, denn viele dieser Futtersorten enthalten synthetische Stoffe wie Farb- und Aromastoffe. Diese sind jedoch keineswegs gesund für den Hund.

Zusätze in Hundefutter

Industriell hergestelltes Hundefutter ist durch die Produktion meist denaturiert. Inhaltsstoffe können nur mehr erahnt werden. Kaum ein Hundehalter würde das Futter in dieser Art seinem Liebling vorsetzen. Um das Futter also ansprechender zu machen, werden ihm Aroma- und Farbstoffe zugesetzt. Diese Stoffe sollen das Futter ansehnlicher machen und beim Hund den Appetit anregen. Auf den ersten Blick sind diese künstlich hergestellten Zusätze auf der Deklaration kaum auszumachen. Es handelt sich zumeist um die Zusatzstoffe, die mithilfe einer E-Nummer angegeben sind. Doch genau hier sollten verantwortungsbewusste Hundehalter ganz genau hinsehen. Viele dieser Substanzen können das Immunsystem des Tieres schwächen, Allergien auslösen oder sogar die Entstehung von Krebs begünstigen.

Für den Hund ist der Geruch wichtig

Farbstoffe werden Hundefutter zugesetzt, damit es besser und appetitlicher wirkt. Dem Hund ist es jedoch völlig egal, wie das Futter aussieht. Für ihn ist der Geruch entscheidend. Hunde sind Schlinger und einige von ihnen nehmen das ziemlich wörtlich. Kein Hund begutachtet zuerst sein Futter, ob es auch farblich entspricht. Die Farbstoffe sind eher für den Menschen. Er macht die Dose auf und er entscheidet, ob sein Hund das Futter erhält oder nicht. So wird leider häufig mit entsprechenden Zusatzstoffen über die minderwertige Qualität des Futters hinweggetäuscht. Die wichtigsten Farbstoffe, die heute im Hundefutter enthalten sind, sind:

Amaranth

Dabei handelt es sich um einen Farbstoff, der für die Rotfärbung zuständig ist. Es wird als E 123 angegeben. In Amerika ist es nicht zugelassen. Es besteht der Verdacht, dass Amaranth Hautreaktionen, Pseudoallergien und Asthma auslösen kann.

Erythrosin

Erythrosin scheint auf der Verpackung als E 127 auf. Es ist stark jodhaltig und färbt Lebensmittel rosarot. Auch Erythrosin steht im Verdacht, Allergien auszulösen. Dazu kann es die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und wirkt krebserregend. Bei Lebensmitteln für den Menschen ist es nur sehr eingeschränkt zugelassen. Bei Tierprodukten darf es ohne Einschränkung verwendet werden.

Lactoflavin

Lactoflavin wird dann eingesetzt, wenn eine gelbliche Färbung gewünscht wird. Eigentlich ist Lactoflavin oder Riboflavin ein Vitamin der B-Gruppe. Auf der Deklaration ist es als E 101 zu finden.

Nachdem die E-Nummern auf der Verpackung bereits viele Konsumenten abschrecken, greifen findige Hersteller von Tiernahrung zu einem einfachen Trick. Sie verwenden natürliche Farben wie stark färbende Gewürzextrakte. Diese können dann als „Gewürzaroma“ in der Liste der Zutaten zu finden sein. Der Hund braucht jedoch keinerlei Gewürze und sie sind auch seiner Gesundheit nicht unbedingt zuträglich.

Farbstoffe täuschen Qulität vor

Sind die Farbstoffe eher für das menschliche Auge im Hundefutter, so richten sich die Aromastoffe direkt an das Tier. Der Hund soll durch spezielle Zusätze im Futter Appetit bekommen und das Futter gerne annehmen. Das Hundefutter wird also geschmacklich für den Hund ansprechender. Doch auch diese Stoffe sind keinesfalls gesund oder artgerecht. Auch sie können über schlechtes und minderwertiges Futter hinwegtäuschen. Das kann sogar soweit gehen, dass ungenießbares Futter zu wohlschmeckendem wird. Es gibt mehr als 2500 verschiedene dieser Stoffe und kaum einer muss bei Hundefutter deklariert werden. Doch diese Zusatzstoffe stehen im Verdacht Unverträglichkeiten, Allergien oder noch schwerere Krankheiten hervorzurufen. Doch diese Stoffe können noch mehr. Sie beeinflussen das Sättigungsgefühl der Tiere. Der Hund hat das Gefühl immer mehr Futter zu brauchen und frisst entsprechend viel. Achtet der Hundehalter hier nicht ganz genau auf den Bedarf, wird der Hund rasch übergewichtig. Übergewicht ist für den Hund nicht ungefährlich. Es belastet die Gelenke und auch die inneren Organe. Der Hund wird träge und man muss mit Herz- und Kreislaufproblemen rechnen. Neben der Gefahr für Übergewicht nimmt man an, dass Geschmacksverstärker eine Art Sucht auslösen. Der Hund will nur noch das eine Futter und verweigert andere Sorten.

Aromastoffe können natürlich und künstlich sein

Aroma ist ein Wort, das aus dem Griechischen kommt. Es bedeutet Duft, Gewürz oder Parfüm. Aromen werden über den Geruchssinn aufgenommen. Grundsätzlich werden zwei Arten von Aromastoffen unterschieden:

  • Natürliche Aromastoffe
  • Künstliche Aromastoffe

Natürliche Aromastoffe müssen in der Natur vorkommen und sind tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Künstliche Aromastoffe dagegen können naturident oder künstlich sein. Sind sie naturident, so sind sie eine künstliche Kopie des natürlichen Originals. Synthetische Aromastoffe werden dagegen frei kreiert und haben keinen Bezug zur Natur. Eine weitere Möglichkeit sind die Aromaextrakte. Sie unterliegen den gleichen Vorschriften wie natürliche Stoffe. Sie sind eine Mischung aus natürlichen Substanzen wie Kräutern oder Gewürzen. Weitere Aromen sind die thermisch gewonnenen Aromen wie Röstaromen oder Raucharomen.

Aroma- und Farbstoffe im Hundefutter

Aromastoffe werden häufig verwendet

Bekannte Aromastoffe, die häufig im Hundefutter zu finden sind, sind:

Aspartam

Dieser Stoff ist wohl besser als künstlich hergestellter Süßstoff bekannt. Findet man die Bezeichnung E 951 auf dem Etikett von Hundefutter, ist dieses mit Aspartam versetzt. Aspartam ist in vielen unserer Lebensmittel und kalorienarmen Getränken enthalten. Dennoch wird es von Wissenschaftern sehr kritisch betrachtet. Es steht im Verdacht, Krebs zu begünstigen und zu erregen. Bewiesen ist dies jedoch nicht.

Glycin

Glycin ist eine Aminosäure, die süßlich schmeckt. Sie wird gerne unter dem Namen E 640 modernen Hundefuttersorten zugesetzt. Von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit ist bei Glycin nichts bekannt.

Aromastoffe sind nicht notwendig

Bei diesen beiden Aromastoffen stellt sich jedoch sicherlich die Frage, wozu der Hund Süße im Futter braucht. Das kann ganz einfach beantwortet werden. Der süße Geschmack lockt Hunde – sie lieben ihn. Zucker ist für den Hund jedoch ebenso schädlich wie für den Menschen. Ob allerdings diese künstlichen Stoffe besser für ihn sind, ist sehr fraglich.

Geschmacksverstärker

Neben den klassischen Aromastoffen werden gerne auch Geschmacksverstärker verwendet. Darunter versteht man Stoffe, die den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln künstlich verstärken. Durch eine chemische Reaktion wird das vorhandene Aroma intensiviert. Diese Stoffe zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen. Dabei kann zwischen den echten und den unechten Geschmacksverstärkern unterschieden werden. Echte Geschmacksverstärker erkennt man wie Farbstoffe an den E-Nummern. Sie sind Einzelstoffe. Unechte Geschmacksverstärker sind Mischprodukte. Das bekannteste und gleichzeitig auch umstrittenste unter diesen Produkten ist das Glutamat.

Glutamat

Glutamat ist vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Glutamat ist in Asien eine sehr beliebte und häufig verwendete Zutat und als solche aus vielen Gerichten nicht wegzudenken. Vorwiegend wird Glutamat für eiweißhaltige Lebensmittel wie Fisch und Fleisch verwendet. Es kann aber auch den Geschmack von Gemüse intensivieren. Forscher haben sich diesen Lebensmittelzusatz genauer angesehen und herausgefunden, dass es im Gehirn ein Hungergefühl auslöst. Das bedeutet, isst man mit Glutamat gewürzte Speisen, dann wird deutlich über das normale Sättigungsgefühl hinaus gegessen. Glutamat fördert damit also Übergewicht. Das gilt nicht nur für den Menschen, sondern auch für den Hund. Beim Menschen kann Glutamat Allergien, Asthma und Migräne auslösen. Was es genau beim Hund bewirkt, ist nicht bekannt.

Künstliche Zusatzstoffe schaden der Gesundheit

Ganz egal welche Farb- oder Aromastoffe im Hundefutter enthalten sind, sie sind für die Gesundheit des Tieres nicht notwenig. Ganz im Gegenteil, sie schaden mehr als sie nutzen. Gerade diese Stoffe sind häufig schuld an den heute immer häufiger vorkommenden Allergien. Nahrungsmittelallergien treten heute bei immer mehr Hunden auf und sind äußerst unangenehm. Hat der Hund eine Allergie, macht sich diese meist über Hautirritationen oder Verdauungsbeschwerden bemerkbar. Den Allergieauslöser zu finden ist nicht einfach. Allergietests, wie sie bei Menschen gemacht werden, sind beim Hund nicht ganz so einfach und kosten darüber hinaus eine Menge Geld. Die einzige sichere Möglichkeit ein Allergen zu identifizieren ist mittels einer Ausschlussdiät. Das ist mühsam und erfordert jede Menge Konsequenz vom Hundehalter. Hat der Hund eine bestätigte Allergie, so muss er das Allergen ein Leben lang meiden. Allergien beeinflussen den gesamten Hundekörper und schwächen ihn. Daher ist bei einem Allergikerhund immer erhöhte Aufmerksamkeit angesagt. Allergien können unvermittelt und unerwartet in jedem Hundealter auftreten. Der Hund muss jedoch mit dem Allergen bereits einige Male in Berührung gekommen sein. Im Gegensatz zur Allergie ist eine Unverträglichkeit angeboren. Auch diese Erkrankungen können durch synthetische Zusatzstoffe im Hundefutter ausgelöst werden. Die Symptome sind ähnlich.

Gesundes Hundefutter kommt ohne künstliche Stoffe aus

Hundehalter sollten sich daher im Vorfeld unbedingt mit diesem Thema auseinandersetzen. Wer seinen Hund gesund und artgerecht ernähren möchte, der sollte unbedingt zu Hundefuttersorten greifen, die ohne Farb- und Aromastoffe auskommen. Hochwertiges getreidefreies Hundefutter mit einem hohen Fleischanteil braucht keine synthetischen Stoffe, um vom Hund angenommen zu werden. Auch für den Menschen zeigt sich dieses Futter angenehm und man wird es gerne füttern. Eine andere Möglichkeit auf die immer mehr Hundehalter zurückgreifen ist die Rohfütterung (BARF). Bei der Rohfütterung wird mit jeder Mahlzeit ein Beutetier simuliert. Jedes einzelne Menü wird aus Fleisch, Knochen, hochwertigen Ölen, Gemüse und Kräutern individuell nach Bedarf zusammengestellt. Der Vorteil dieser Fütterung ist sicherlich, dass es kaum ein artgerechteres und gesünderes Hundefutter gibt. Man weiß ganz genau, was der Hund täglich zu fressen bekommt. Dieses Futter kommt völlig ohne künstliche Zusatzstoffe aus und ist damit eine hervorragende Alternative zu Fertigfutter.

Unsere Empfehlung: Das hochwertige Nassfutter von Anifit!